LinkTipp: Today I made

Gestern lief mir folgende Seite über den Weg: Today I made. Das Portal richtet sich an die DIY-Community (DoItYourself – auch unter Reduzierern weit verbreitet… :-) ) und bietet die Möglichkeit, selbst erstellte Dinge bebildert, zwecks Inspiration anderen Selbermachern zu präsentieren. Die Seite ist ein bisschen im Pinterest-Stil gehalten. Pinterest kennt ihr, oder? Falls nicht, lohnt sich auch hier ein Besuch. Viel Spaß beim Stöbern!

reduziert wohnen Teil 5 – Über Tiny Houses, Baupläne und Container-Häuser

Ahh – Endlich mal wieder ein reduziert-wohnen-Artikel. Und weil diese Fortsetzung so lange auf sich hat warten lassen, starte ich auch direkt durch:

Container-Häuser: conhouse ist mir bisher als Anbieter im Container-Segment gar nicht aufgefallen. Klickt euch mal durch die Gallery. In den Current Projects finden sich auch einige Beispiele für Familienhäuser.

Auf der wummihaus-Seite kann man sich auch länger aufhalten. Spannend sind die Rubriken Mobiles Fertighaus der Zukunft und Mobilheime. Wer findet das schwebende Haus?

So, jetzt aber schnell zu meinem neuen Lieblings-Lieblings-Thema: Die Tiny Houses! Hierzu erstmal folgender Link – ihr werdet die nächsten Stunden aus dem Schmökern nicht mehr herauskommen, sorry: Besucht den Tiny House Blog! Hier nur ein Beispiel für absolut viel versprechende Beiträge. Da würde wahrscheinlich jeder Minimalist lieber heute als morgen einziehen.

Hält man sich länger auf der zuletzt genannten Seite auf, wird man früher oder später auf die Tumbleweed Tiny House Company aufmerksam. Hier präsentiert Jay Shafer, einer der führenden TinyHouse-Architekten, eine Vielzahl an Bauplänen für Mikrohäuser. Außerdem ist er der Autor des Small House Books. Buch und Baupläne kosten natürlich entsprechend, aber immerhin sollen sie umfangreiches Material zum Hauseigenbau bereitstellen. Ich würde am liebsten morgen anfangen, mein eigenes zu bauen. Vielleicht wirds ja tatsächlich eines Tages was.

Stellt sich allerdings die Frage. Ist das hierzulande ohne weiteres möglich? Gedanken dazu und weitere Baupläne findet ihr im losmuchachos-Blog.

Abschließend noch eine ausführliche Doku von Kirsten Dirksen zum Thema: We The Tiny House People!

Viel Spaß beim stöbern – und wann baut ihr euer erstes Tiny House?

Der BaW-Faktor – Ein Blick auf einige Trendsportarten

Trendsportarten gibt es wie Sand am Meer. Kürzlich bin ich bspw. auf ein paar Leute gestoßen, die das ‘Hockern’ für sich entdeckt haben… Naja – ihr dürft gerne selbst ein bisschen googlen. ;-)

Was Trendsportarten mit einem reduzierten Lebensstil zu tun haben? Nun ja, prinzipiell gehe ich einem Hobby nach. Ich nehme mir Zeit für mich selbst, schalte ab vom Alltag, verbringe Zeit mit Freunden, entspanne, aktiviere Herzfrequenz und Adrenalinausschüttung, und und und. Wenn das nicht schon die wesentlichen Dinge sind, machen sie zumindest das Hirn wieder frei um zu den wesentlichen Dingen zurückzukehren. Ich nenne es einfach mal den BaW-Faktor. Den Faktor für den Blick aufs Wesentliche.

Ich stelle mal kurz drei Sachen vor, für die ich mir selbst gerne ab und an etwas Zeit nehme, bzw. gerne mehr Zeit nehmen würde. Wer weiß, vielleicht ist für den ein oder anderen genau das richtige Mittel dabei, um den eigenen BaW-Faktor zu steigern… ;-)

Das Longboarden erfährt mittlerweile nun schon seit einigen Jahren einen Relaunch. Ursprünglich aus dem Surfen entstanden, entwickelte sich hieraus das klassische Skateboarden und nun geht es wieder zurück zu den Wurzeln. Man braucht nichts als ein Brett, gutes Wetter und tollen Asphalt – nach Möglichkeit abschüssig sowie verkehrsberuhigt. Besser noch, man ist nicht alleine unterwegs. Denn zum Abfahren gehört auch das Raufgehen, bei dem sich mit ein paar Freunden tolle Gespräche ergeben können. Hier meine aktuellen Lieblingsimpressionen:



Ein weiterer aktueller Trend, der ebenfalls auf eine sehr alte Tradition zurückgreift ist das Stand Up Paddle Surfing, auch Stand Up Paddle Boarding oder Stehpaddeln – kurz jedenfalls: SUP. Ich bin bisher erst einmal in den Genuss des SUPens gekommen, möchte es zukünftig aber gerne regelmäßiger betreiben. Meine Frau hatte mich mit einem Testpaddeln bei Malte (Moselfornia) am Koblenzer Stadtstrand überrascht. Beim SUPen brauchst du nur Brett, Paddel und Wasser. Genau das macht es soviel reduzierter gegenüber anderen Surf-Sportarten. Zum Wellenreiten bist du auf ein entsprechendes Set guter Wellen angewiesen. Kite- und Windsurfer benötigen, neben jeder Menge Equipment, vor allem Wind. Wellen sind zum SUPen natürlich auch nicht verkehrt, aber es geht auch auf Seen, Kanälen oder Flüssen. Hier ein paar Beispiele:



Auch toll: Das Slacklinen. Du packst sie beim Sonntags-Familien-Spaziergang einfach in die Tasche, suchst dir am Picknickplatz zwei Bäume und spannst das Band RuckZuck auf. Sowohl das Slacklinen als auch das SUPen schulen und trainieren Muskulatur, Koordination und Konzentration was – gerade das Slacklinen – immer mehr in den Fokus gesundheitlicher Beobachtungen rückt.

Nachtrag: Eine Kombination aus Longboarden und SUPen nennt sich StreetSUP. Ich habs letzten Sommer mal probiert. Geholfen hat mir ein alter HockeySchläger, der ALU-Schaft der Schneeschüppe sowie 2 abgenutzte Inliner-Rollen. Ganzkörpertraining:

Nachtrag 2: SUP-Bretter sind ganz schön groß und können viel Platz einnehmen. Daher sind gerade die sogenannten Inflatables voll im Trend. Sehr Platz sparend:

Welche Trendsportarten sind bei euch gerade so angesagt? Könnt ihr mit dem BaW-Faktor was anfangen? Wie kriegt ihr den Kopf frei und lenkt den Blick aufs Wesentliche?

reduziert Sport treiben – Teil 2: Vom Barfußlaufen

Kurz nach der Radweg-Senior-Begegnung fiel mir ein geniales Buch in die Hände. Ultramarathon Man: Confessions of an All-Night Runner von Dean Karnazes – ich habs regelrecht verschlungen. Hier der Link zur deutschen Version (Ultramarathon Man: Aus dem Leben eines 24-Stunden-Läufers), aber die englische Originalfassung lässt sich auch super lesen.

Ich begann mit dem Laufen. Wenn auch nicht so extrem und hin und wieder unterbrochen von mehrmonatigen Motivationslöchern. Aber was ich am Laufen grundsätzlich mag, ist die Tatsache, dass es eigentlich jeder tun kann. Zumindest sind fehlende finanzielle Mittel kein Hindernis. Natürlich kann man auch hier entsprechend in Equipment investieren, aber unbedingt notwendig ist es nicht.

Vor einigen Monaten begann mein Knie sich heftig gegen die Laufbewegung zu wehren. Ich konnte stundenlang wandern, aber nach zehn Minuten im Laufschritt verweigerte das Gelenk seinen Dienst. Um etwas Ruhe reinzubringen setzte ich eine zeitlang aus und wurde währenddessen auf das barfuß Laufen aufmerksam.

Zu Beginn legte ich kürzere Barfuß-Einheiten zurück um meine Fußsohlen und Muskeln an diese doch sehr andere Art des Laufens zu gewöhnen. Dann stellte ich fest, dass sich die neue Belastung sehr positiv, fast schon therapeutisch auf mein Knie auswirkte und mittlerweile laufe ich Einheiten bis zu 60 Minuten.

Gibt es einen reduzierteren Weg vergleichbar Sport zu treiben? Ich kann es mir nicht vorstellen. Aber ich nehme gerne eure Vorschläge entgegen. Auch wenn es komisch klingen mag, aber auch fürs Barfußlaufen gibt es Schuhe. Oft hat man nicht die Möglichkeit auf Sand oder weichem Waldboden zu laufen. Es gibt mittlerweile mehr und mehr Schuhe auf dem Markt die das Barfußlaufen simulieren. Bei mir hat es bisher wunderbar ohne geklappt. Trotzdem möchte ich bald mal einen testen. Meine Erfahrungen werde ich euch dann natürlich hier mitteilen. Ein tolles Buch zum Thema natural running gibt es von Matthias Marquardt, dem Autor der Laufbibel: natural running: Schneller, leichter, schmerzfrei.

Weitere Buchtipps:

Hier ein Blick in die Vielfalt der Barfuß-Schuhe:

So. Fortsetzung zum reduzierten Sport treiben folgt. Freue mich über eure Reaktionen.

reduziert Sport treiben – Teil 1

Sport ist für viele Menschen ein entscheidender Bestandteil des Alltags. Gerade überall da wo Druck aufgebaut wird, sei es im beruflichen oder familiären Umfeld, aber auch im Freundeskreis, ist es wichtig, diesen ggf. wieder abzubauen. Sportliche Aktivitäten helfen häufig dabei den Kopf frei zu kriegen und den Blick oder auch die Gedanken, wieder auf die wesentlichen Dinge zu reduzieren.

Sport, oder vielleicht sollte man eher von Hobbies generell sprechen, ist/sind oft an viel Equipment/Material gebunden. Ich habe im Jugend- und Juniorenalter intensiv Radsport betrieben. Mit einem Jahresumfang von über 15.000 Kilometern, gehörte ich damit noch nicht mal zu den Trainingsfleißigsten. Logisch, dass da viel Material anfällt: Mindestens ein Rad für den Sommer, dann natürlich eins für den Winter. Zig Sätze an Trikots und Hosen, geeignet für jedes Wetter, jede Witterung. Werkzeug. Ersatzmaterial. Tachos, Pulsuhren, Ordner mit Trainingsplänen, -büchern und -aufzeichnungen.

Als ich dem ‘Leistungssport’ den Laufpass gab, stellte ich mein Rad von einem auf den anderen Tag in die Ecke. Irgendwann tauschte ich es gegen ein Mountainbike, das mittlerweile auch so um die 12 Jahre auf dem Buckel hat und dem Stand der Technik weit hinterherhinkt. Eigentlich wäre ein Update dringend erforderlich, aber dafür bewege ich es zu selten. Vor einigen Monaten traute ich mich für eine kleine Trainingseinheit auf die Straße. Als ich leicht quietschend über den Radweg pedallierte und dachte, ein Mordstempo bei gemäßigtem Grundlagenausdauerpuls abzurollen, schob sich dezent ein bierbäuchiger Senior auf einem blank-gewachsten mindestens-5000-EUR-Rad an mir vorbei. Gefrustet nahm ich die Beine hoch und drehte ab Richtung heimwärts.

Mein Herz schlägt nach wie vor für den Radsport. Ich verschlinge die Rennergebnisse der Profis und erwarte bereits voller Vorfreude die Frühjahrsklassiker. Mein Rad steht noch immer in der Garage und häufig fahre ich damit die 10km zur Arbeit und zurück. Vielleicht rüste ich es auch irgendwann mal mit ein paar günstigen, gebrauchten Teilen nach und vllt. wird es auch irgendwann mal an einem Marathon teilnehmen. Ab und an ertappe ich mich dabei, wie ich am Fenster stehe und neidisch meinem Nachbarn nachschaue, der für jede Gelegenheit mindestens ein hochwertiges Rad in der Scheune stehen hat, sie allesamt fast täglich ‘ausfährt’ und regelmäßig im Auto verstaut um an irgendwelchen Rad-Veranstaltungen teilzunehmen.

Blieb mir, mich selbst zu prüfen. Will ich das? Ist meine Leidenschaft so groß, dass sie die Kosten rechtfertigt?

Es wäre völlig ok gewesen, diese Frage mit ‘Ja’ zu beantworten. Diese Antwort hätte meinem Verständnis von einem reduzierten Leben absolut entsprochen. Denn die Entscheidung für dieses Hobby wäre die Entscheidung für etwas Wesentliches gewesen. Ich habe die Frage mit ‘Nein’ beantwortet. Einfach weil ich Freude daran hatte und immer noch habe, nach Alternativen zu suchen.

Welche das bspw. sein können, findet ihr in ein paar Tagen in Form einer Fortsetzung an dieser Stelle.

Zwischenpost: Fastenzeit

Die Fastenzeit ist im vollen Gange. Was macht das mit euch? Greift ihr den Ursprungsgedanken auf und nutzt die Gelegenheit des Verzichts um den Blick auf wesentlichere Dinge zu lenken? Ich verzichte weitestgehend auf Süßkram wie Schokolade (auch FairTrade ;-) ) und dieses Gummizeugs. Außerdem haben wir unseren Serienkonsum deutlich reduziert und verbringen die dazugewonnene Zeit mit dem ein oder anderen Gesellschaftsspiel.

Ist Fasten für euch auch ein Thema? Was fastet ihr?

Nachstehend ein paar Spiele-Tipps für fernsehfreie Abende:

Zug um Zug und Carcassonne lassen sich auch hervorragend mit iPad/iPhone spielen!

reduziert wohnen (teil 4) – von Hausbooten und Zirkuswagen

Mein letzter Artikel aus der reduziert wohnen-Serie liegt nun bereits einige Wochen zurück. In der Zwischenzeit bin ich wieder über ein paar Seiten gestolpert, die irgendwie in dieses Thema passen und die ich gerne mit euch teile. Ganz oft denke ich, dass diese Serie mittlerweile eher ‘alternative Wohnideen’ oder ‘anders wohnen’ heißen müsste… aber hinter jeder verlinkten Idee verbirgt sich letztendlich doch irgendwo ein reduzierter Ansatz. Urteilt einfach selbst.

Könnt ihr euch vorstellen auf einem Hausboot zu leben? Ehrlich gesagt, finde ich den Gedanken schon sehr reizvoll. Ich mag die Nähe zum Wasser und stell mir das ein oder andere Geschaukel sehr gemütlich vor. Ein bisschen Flexibilität bzw. Mobilität bringt die ein oder andere Variante sicher auch mit. Auf aussteigen.de hat Jörg ein paar interessante Artikel verlinkt und erzählt auch von seinen eigenen Plänen und Projekten. Beachtet auch unbedingt seine Link-Rubrik die auf einige interessante weiterführende Seiten verweist. Bspw. floatinghomes.de, schwimmhausboot.de, livingonwater.org oder auch dashausboot.de.

Wohnmobile liefen bei meinem Pa und mir früher unter dem Begriff Keksmobil. Einfach auf Grund der Vorstellung die wir davon hatten, wie wir hinterm Steuer eines dieser Riesenvehikel sitzen und mit einer Dose Keksen in der Mittelkonsole dem Sonnenuntergang entgegen fahren würden… Nordkap, Sizilien, Schottland, Portugal. Den einen Monat hier, den anderen da. Wikipeda zu Folge ist seit August 2011 das BeringSee-TunnelProjekt beschlossene Sache. Dann wären u.U. sogar Alaska, Kalifornien oder auch Feuerland eines Tages in greifbarer Nähe… ;-) Diese Wohn-Alternative ist sicher für Familien undenkbar, für Singles oder zu zweit, gerade im Rentenalter, aber sicher die Option mit den meisten Freiheiten für Entdecker und Weltenbummler. Aber hier nun der Link zum Leben im Bus: busumbau.net.

Wohnen wie Hobbits? Häuser aus Müll? Die Earthships scheinen zu den Lieblingsthemen des Wohn-Bloggers zu gehören. Was es mit den Earthships auf sich hat, recherchiert ihr am besten gleich hier: earthship.com oder auf dieser deutschsprachigen Seite: earthship.at. Ein ausführlicher Artikel findet sich bei sein.de. Youtuben funktioniert auch. Dieses Thema betreffend müsst ihr euch unbedingt ansehen, was Simon Dale so macht. Einen deutschsprachigen Artikel über Simon findet ihr bei mygreenhood.de. Mein Fazit zu den Earthships: Es geht! Man kann Häuser für für nahezu kein Geld bauen und darin leben ohne dabei auch nur einen Cent für Heizung oder Kühlung ausgeben zu müssen.

Zirkuswagen waren beireits im ersten Artikel dieser Serie Thema. Ergänzend hierzu ganz kurz ein paar Links:

  • zirkuswagen.com: Schöne Modelle mit Preisübersicht
  • zirkuswagenbau.com: Total begeistert hat mich die Variante Hamburg-Altona, in dem zwei Wagen über Eck miteinander verbunden werden!
  • Leben im Zirkuswagen kann man ausprobieren. Auf arhoena.de stehen einige sehr nett zurecht gemachte Wagen, die nur auf einen Urlaub oder Wochenendtrip auf euch warten.

So. Viel Spaß beim Links verfolgen. Und an alle WordPress-Blogger: Diesen Artikel musste ich zweimal schreiben! Also nicht das Zwischenspeichern vergessen und vor dem Speichern/Veröffentlichen schnell mal STRG+A und STRG+C und den Text in die Zwischenablage packen.

IT-Schreibtisch und Pocket Beamer

Als Webentwickler ist die t3n eine meiner ersten Anlaufstellen wenn es um News und Wissenswertes das Web betreffend geht. Kürzlich gab es hier zwei Artikel, die ich längst mal bloggen wollte.

Artikel 1: IKEA Hacking: Platzsparender IT-Arbeitsplatz für 250 Euro
Gut. 250,- EUR sind natürlich immer noch relativ viel Asche, aber man kann auch sehr viel mehr Geld für gute Schreibtische ausgeben. Günstigere Varianten findet man bestimmt beim wohn-blogger. Günstig und platzsparend sind die Haupt-Argumente vom t3n-Team. Im Artikel findet ihr eine bebilderte Aufbauanleitung. Weitere interessante Schwedenhack-Ideen findet man zum Beispiel bei swedful.de oder auch hier.

Artikel 2: Nerdfutter Spezial: 4 iPhone-Videobeamer
Dieser Artikel hat mich persönlich sehr angesprochen. Von Fernseher und den dazugehörigen Gerätschaften haben wir uns ja schon vor einiger Zeit getrennt. Notebook und Dienste wie bspw. der OnlineTVRecorder sind für unsere Bedürfnisse des TV-Konsums völlig ausreichend. Für iPhone-Benutzer bieten diese netten, kleinen PocketBeamer ein noch platzsparenderes Angebot.

Was meint ihr? Ob das Smartphone eines Tages das alles-andere-ausschließende-Endgerät sein wird? Sowohl für den produktiven Einsatz als auch für den Unterhaltungsbedarf? Ein Trend ist es jedenfalls nicht mehr, der Tatsache schau ich an meinem Arbeitsplatz täglich ins Auge.

Eine gute Woche euch!

Taste the Waste

Kurzer ZwischenPost: Ungesehen möchte ich auf den Film ‘Taste the Waste’ hinweisen. Eine gute Freundin hat uns kürzlich davon erzählt und mittlerweile läuft er auch hier vor Ort in den Kinos. Ich bin noch nicht sicher ob ich es diese Woche ins Kino schaffen werde. Wenn ja, versuche ich hier eine kleine Bewertung abzugeben. Solltet ihr ihn schon gesehen haben, könnte ihr natürlich auch gerne fleißig kommentieren und berichten. Ich denke das Thema steht in engem Zusammenhang mit einem reduzierten Lebensstil.

Die Sache mit der Schokolade

Eine Sache, bei der es mir alles andere als leicht fällt zu reduzieren, ist der Süßigkeitenkonsum. Gerade Schokolade ist für mich im stressigen Berufsalltag oft der letzte Ausweg und Nervennahrung.

Schon oft habe ich probiert mir dieses Laster abzugewöhnen. Für einen bestimmten Zeitraum hat das auch immer hervorragend funktioniert, aber dann scheitert es an Disziplin und der fehlenden letzten Konsequenz. Die Waage zu entlasten oder dem Körper ein gesünderes Essverhalten zu gönnen, konnten als Motivatoren also nur vorübergehend aushelfen.

Aber jetzt, ein neues Jahr! Zeit für gute neue Vorsätze – Auch wenn selbst die in der Vergangenheit nicht sehr lange gehalten haben. Nun macht derzeit aber ein Fernsehbericht die Runde, der mich letztendlich doch noch von dieser unvernünftigen Sucht befreien könnte:

Mir ist es immer wichtig einen Sinn in den Dingen zu finden, die ich tue. Wenn mein Schokoladenkonsum mitverantwortlich ist, für die schlechten Bedingungen der Menschen in den Plantagen vor Ort ist und mehr noch, zu Kinderhandel und Sklaverei führt, dann ist es für mich absolut sinnvoll auf Schokolade zu verzichten.

Daher möchte ich versuchen keine Schokoladenprodukte mehr zu kaufen oder zu konsumieren, die nicht Fair Trade sind. Gerade der aktuelle Nachweihnachtszeitraum, in dem sich so langsam die Schluch-Teller leeren und die Nikoläuse aus den Regalen verschwinden bietet sich an, dieses Experiment zu starten. Es gibt ausreichend Alternativen im Chips-und-Flips-Sektor und zur Not tut es vllt. auch mal das ein oder andere Gummibärchen. Seltsamerweise ist es bei mir oft so, dass sich der Frust über ausbleibende Bewegung in Süßigkeitenverzehr äußert. Daher möchte ich zurück zu mehr Bewegung. In den Alltag integrierte Sport- und Fitnesseinheiten motivieren mich eher auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.

Aber wie seht ihr das? Könnt ihr auch Schokolade essen wie Brot? ;-)   Seid ihr bereits auf Fair-Trade-Alternativen umgestiegen?

Im Seitenkopf habe ich u.a. den Punkt ‘aus Solidarität’ aufgeführt als einer der Gründe, die mich zu einem reduzierteren Leben animieren. Schokolade ist sicher nur eines von vielen Themen, das man solidarisch abwägen kann. Aber hierzu später mehr.

Euch jedenfalls ein gutes Neues Jahr 2012!

reduziert leben im Tablet-PC-Zeitalter

Seit einigen Monaten kann ich mich unfreiwilliger Besitzer eines iPads nennen. Richtig gelesen: unfreiwillig. Zum damaligen Zeitpunkt wäre ich nicht auf die Idee gekommen in ein Utensil dieser Art zu investieren. Dummerweise stand ich allerdings nicht vor einer Kaufentscheidung; vielmehr wurde mir das Teil geschenkt. Ich arbeite als Webentwickler in einer tollen Werbeagentur und die Chefs waren der Ansicht Themengebiete wie das ‘Responsive WebDesign’ oder auch den ‘MobileFirst’-Gedanken an ihren Mitarbeitern durch ein mobiles Endgerät entsprechend zu fördern.

Da saßen wir also in vereinter Runde und jeder kramte ein nageneues iPad2 aus dem vor ihm liegenden Paket hervor. Zunächst war ich völlig überfordert. Ich habe zu Hause 4 Notebooks stehen, die ich krampfhaft versuche auf ein einziges zu reduzieren und nun stand ich vor der Aufgabe ein weiteres Gerät zu administrieren. Hier nun ein kurzes, erstes Fazit und ein paar Infos darüber, wie sich das Gerät in meinem Alltag bemerkbar macht:

Der Unterhaltungswert: Ich mag Bücher, Zeitschriften und Comics. Jede der drei Rubriken lässt sich perfekt auf dem iPad anschauen. Für Bücher nutze ich die vorinstallierte iBooks-Anwendung, auch für Zeitschriften und Magazine gibt es ein bereits auf dem System befindliches App und Comics kann man sowohl direkt bei Marvel, DC oder anderen Anbietern beziehen. Meistens lese ich abends im Bett, in der Regel aber nur wenige Seiten. Leute deren Wecker gegen halb sechs/sechs klingelt, können dieses Ärgernis sicher nachempfinden… =) Oft schlafe ich ein, wach dann zwei Stunden später mit einem Krampf im ‘Kopfstützarm’ auf und muss noch auf die andere Seite vom Bett klettern, um unsere Nachttischlampe auszuschalten.

Für das Lesen mit dem iPad ist kein Licht mehr erforderlich. (Im neuen iBooks-Update soll sogar eine Nachtlesefunktion enthalten sein – habe ich aber bisher nicht getestet.) Das Gerät springt nach nur kurzer Zeit in den Standby und im Raum ist es dunkel.

Hörbücher, Musik, Bilder, Filme oder Serien. Mit den richtigen Apps lassen sich alle Formate abspielen und können unterwegs, bspw. bei langen Bahn- oder Autofahrten abgegriffen werden.

Das Spieleangebot, auch im kostenlosen Segment, ist enorm hoch. Für einen Nie-Aber-Möchtegern-Spieler wie mich, kann das zum echten Zeitkiller werden.

Das Gerät hat zwei Kameras. Jemand mit geringem fototechnischem Anspruch könnte hier also weitere Hardware einsparen. Ähnlich ist es mit einem Navi. Es gibt hochwertige, dann allerdings teure, Navi-Apps die preislich mit den ‘echten’ Navigationsgeräten mithalten können und teilweise sogar exakter sein sollen.

Und damit rutschen wir vom Unterhaltungscharakter in die produktiven Einsatzbereiche: Kürzlich hatte meine Frau einen Arzttermin mit angekündigter Wartezeit. Spontan nahm sie das Pad mit und konnte so im Wartezimmer ihren Tätigkeiten als Freizeit-Schriftstellerin nachgehen. Hierzu diente ihr das Standard-Notizen-App. Die verfassten Texte konnte sie zu Hause per Mail an ihre Adresse schicken und in ihre bestehenden Dokumente integrieren.

Im Büro liegt das Gerät den ganzen Tag neben mir. Hier kann ich ToDo-Listen abgleichen, Mails abrufen, Termine checken und andere Informationen bereitstellen, die mir dann in Besprechungen, Schulungen und anderen Kunden-Terminen zur Verfügung stehen.

Soweit ein erster Einblick. Derzeit überwiegt eindeutig der Unterhaltungsanspruch. Aber ich glaube über diesen Weg lernt man das Gerät kennen und dringt so nach und nach auch in produktivere Bereiche vor. Was dem iPad meiner Meinung nach wirklich fehlt, ist der Einblick in die Verzeichnisstruktur. Also eine Anwendung wie der Finder beim Mac, der Explorer unter Windows, Nautilus bei Ubuntu. Es gibt zwar Apps die diesen Umstand versuchen zu umschiffen, aber dennoch blockiert das System an dieser Stelle ein schnelles und unkompliziertes Bearbeiten von Dokumenten. Ich könnte mir vorstellen, dass die konkurrierenden Plattformen wie Android oder Windows an dieser Stelle mehr Spielraum gewähren, sich dadurch vielleicht aber wieder angreifbarer machen.

Grundsätzlich denke ich, dass die Tablets auf dem direkten Weg sind die herkömmlichen großen PCs und Notebooks irgendwann einmal zu ersetzen oder zumindest stark zu verdrängen. Für uns Reduzierer sicher keine schlechte Sache, da die Pads wenig Raum einnehmen, diverse andere Geräte ersetzen (können) und Strom sparen. Diesen Artikel habe ich allerdings doch am Rechner verfasst, obwohl es natürlich auch am iPad funktioniert hätte. Das Notebook ganz zu streichen würde derzeit noch bedeuten viele nützliche Eigenschaften zu eliminieren, auf die ich aus beruflicher Sicht einfach angewiesen bin.

Wie sieht es bei euch aus? Was konntet ihr bislang für Erfahrungen mit mobilen Endgeräten machen? Smartphones, Tablet-PCs? Sind sie eurer Meinung nach eher lästig oder durchaus zu gebrauchen?

Bücher zum Thema

Frau DingDong hat auf ihrer Seite ein tolles Plugin in der rechten Teaserspalte, dass anzeigt, welche Bücher sie derzeit liest. ‘Wer nichts hat, kann alles geben’ hat mich zum Klick getrieben und so landete ich bei amazon. Ich bin echt überrascht wie viele Buchtitel es gibt, die sich sehr intensiv mit dem Thema ‘reduziert leben’ auseinandersetzen. Nachfolgend ein paar ungelesene Titelvorschläge.

Die Liste ist sicher nicht vollständig. Ihr könnt sie gerne ergänzen oder Empfehlungen einreichen.

Wünsche allen einen schicken Tag!

reduziert wohnen (teil 3)

Ein weiterer Artikel mein Lieblingsthema betreffend. Meine Sammlung an Links zu alternativen Wohnideen hat sich wieder ein wenig erweitert und da ich euch die teilweise wirklich kreativen und großartigen Projekte nicht länger vorenthalten will, spare ich mir weitere einleitende Worte. Viel Spaß beim stöbern!

Baumhäuser: Der wohn-blogger berichtete kürzlich über den Baumhaushersteller baumraum. Das Spektrum reicht von Spielorten für Kinder bis hin zu durchgängig bewohnbaren Domizilen für Erwachsene. Sehr beeindruckende Objekte. Unbedingt ansehen.

MicroCompactHome: Eine wirklich sehr kleine Wohn-Alternative für 1 bis 2 Personen bietet microcompacthome. Für Familien wahrscheinlich etwas zu eng bemessen…

NomadHome hat optisch wirklich ein sehr tolles und einzigartiges Konzept zu bieten. Allerdings konnte ich bisher nicht herausfinden, ob die verschiedenen Modelle finanziell tatsächlich eine Alternative zum herkömmlichen Hausbau darstellen. Zumindest wirkt das Angebot eher teuer als günstig.

Ein weiteres tolles Konzept bietet der CombiBox-Hersteller. Auf der Internetpräsenz werben die Macher u.a. mit der derzeit günstigsten Art zu bauen, außerdem unter Verwendung des besten Baustoffs. Module können zum Festpreis gekauft und in bis zu 3 Etagen aufeinandergestapelt werden. Sehr gute Alternative für handwerklich geschickte Selbstbauer. Die Internetpräsenz ist sehr informativ, wenn auch optisch nicht unbedingt so ansprechend.

Fehlt noch der LoftCube, der ein wenig an den FinnCube erinnert, sowie der ecospace, der sich noch zu meinem Lieblingsanbieter entwickeln könnte.

Ebenfalls ein sehr spannendes Projekt ist der Wohnwaggon. Hier kam jemand auf die Idee zwei Eisenbahn-Waggons auszubauen und geschickt in ein Haus zu integrieren. Muss auch bereits im Fernsehen als eines Deutschlands skurrilster Häuser zu sehen gewesen sein.

Weihnachten unter Reduzierern

Es ist schon komisch. Weihnachten steht vor der Tür, Familie und Freunde erkundigen sich nach Wunschzettel und Geschenken, aber irgendwie ist die Liste noch leer. Oder die Dinge die einem evtl. im Kopf herumschwirren sind Großbaustellen, die sich nicht so leicht im Schuhkarton verpacken und unterm Weihnachtsbaum verstecken lassen.

Eigentlich ist es ein gutes Gefühl wunschlos glücklich zu sein. Ich bin froh und dankbar das behaupten zu können. Wieder einmal lenkt es den Blick aufs Wesentliche und man betrachtet das bevorstehende Fest aus einem anderen, weniger Konsum orientierten Blickwinkel.

Aber die Problematik: Deine Lieben freuen sich darüber, dir etwas schenken zu können und dir beim Auspacken zuzusehen. Und die gleiche Freude möchtest auch du verspüren, wenn du wiederum den dir nahestehenden Menschen ein für sie bestimmtes und speziell ausgewähltes Geschenk in die Hand drückst. Was also wünschen? Und was demnach schenken?

Was wünschen sich Reduzierer? Ein Rudel eierlegende Wollmilchsäue? Und was schenkt man anderen Reduzierern, die selbst eine leere Liste eingereicht haben? Wie sind eure Weihnachtspläne diesbezüglich? Was verschenkt ihr und was schreibt ihr auf euren W-Zettel?

Ich freue mich auf Weihnachten. Zuallererst auf das Fest an sich und die Botschaft die es vermittelt. Dann über das Zusammensein mit Familie und Freunden. Auch über Geschenke, mehr allerdings über das Schenken an sich.

HowTo: Wo werde ich DVDs, Bücher, CDs und andere Sachen los?

Es gibt immer Dinge von denen man sich ungerne trennt. Nichts spricht dagegen sie zu behalten. Oft ist da aber auch viel Zeug, für das wir eigentlich keine oder kaum noch Verwendung haben. Es loszuwerden schafft Platz, stockt die Portokasse unter Umständen sogar etwas auf und verlagert eine DVD oder ein Buch zu einer anderen Person, die sich über die neue Errungenschaft freut.

Hier eine kleine und mit Sicherheit nicht vollständige Auflistung von Online-Diensten, die einem dabei helfen zu entrümpeln:

ebay: Hier geht wirklich alles weg. Für nahezu jeden Gegenstand ist eine Rubrik vorhanden. Derzeit mache ich allerdings weniger gute Erfahrungen mit dem Verkauf von DVD’s bei ebay. Das Angebot ist einfach sehr viel höher als die Nachfrage und so gehen Filme oft nur für einen EURO oder in speziellen Fällen auch gar nicht raus. Mit einem gering angesetzten  Einstiegspreis, kann man die Angebotsgebühren weit unten halten. Die Verkaufsprovision ist teurer als bei manchen Alternativen, aber durchaus immer noch vertretbar.

hitflip: Hitflip ist eine Tauschbörse. Allerdings funktioniert sie nicht wie die umstrittenen Share-Tools über Down- und Uploads im Netz, sondern genauso wie es dem Titel nach erwartet wird. Man bietet ein PC-Spiel, eine DVD, CD oder ein Buch an und legt einen Flippreis fest. Ein Flip entspricht derzeit etwa einem EURO. Möchte jemand das Angebot annehmen, sende ich ihm die Ware zu und die Flips werden meinem Konto gutgeschrieben. Diese Flips kann ich nun nutzen um (fast) bargeldlos andere Dinge zu ‘erflippen’. Beim erflippen fällt eine geringe Gebühr an, die Hitflip einstreicht. Beim ‘verflippen’ trage ich als ‘Verkäufer’ die Portokosten. Das System ist überschaubar, der Kurs allerdings sehr teuer. So kann es bspw. gut sein, dass ich für eine DVD 15 Flips eintauschen muss, den gleichen Artikel bspw. bei ebay aber für 4,- EUR hätte kaufen können.

momox: momox kauft alte Bücher, CD’s, DVD’s, Spiele, Handys und andere Dinge auf. Man gibt den Artikel ein, den man loswerden möchte und momox unterbreitet einem unmittelbar ein Angebot. Eine bestimmte Summe muss erreicht werden, um ein Paket schnüren und es an momox schicken zu können. Bisher haben wir alle Artikel wie von momox angekündigt bezahlt bekommen. Wir sind unzählige Bücher für verhältnismäßig viel Geld über diese Schiene losgeworden. Bücher, von denen wir nie gedacht hätten, dass sie noch jemand kaufen würde und die auch zum Verschenken zu uninteressant gewesen wären.

booklooker: Hier lassen sich aktuelle und gut erhaltene Bücher zu fairen Preisen verkaufen. Die Artikel werden kostenlos eingestellt und bleiben mehrere Monate im System. Erst bei Verkauf fällt eine minimale Provision an. Es gibt auch die Möglichkeit Filme und Tonträger zu verkaufen, hier konnten wir bisher allerdings nur wenige Abnehmer finden.

So, da es schon spät ist, breche ich nach diesen vier großen Online-Optionen mal ab. Ich werde die Liste in den nächsten Wochen ergänzen und auch die Verkaufs-Möglichkeiten fern vom www beleuchten.

Welche Erfahrungen habt ihr mit den Anbietern gemacht? Habt ihr weitere Alternativen? Was sind eure Favoriten? Wir freuen uns über euer Feedback!

reduziert wohnen (teil 2)

Wie bereits angekündigt hier fünf weitere Verweise auf alternative Wohnideen. Auf Grund der späten Stunde auch ohne großes Drumrumgerede.

Modulhaus – Die Modulhäuser von Krauss Innovation erinnern ein bisschen an die im vorherigen Beitrag verlinkten Smarthäuser. Toll finde ich die Pfahlbauvariante.

Orange Architekten – Mehr als nur 3D-Skizzen haben die orangen Architekten zu bieten. Die hier anhand von Fotos präsentierten Modulhäuser sehen wirklich sehr gut aus. Mal sehen, ob ich Infos zu Preisen und Musterhäusern einholen kann.

Fincube – Danke für den LinkTipp an Frau DingDong. Die Fincubes dürfen auf Grund ihrer Einzigartigkeit natürlich nicht fehlen. Hat jemand schon mal eine Preisanfrage gestartet?

M-Box-Container – Auch wenn Markus mich darüber in Kenntnis gesetzt hat, dass er sein M-Box-Gewerbe derzeit nicht aktiv betreibt, möchte ich das Container-Projekt hier der Vollständigkeit halber mit aufzählen. Wie auch hier gefällt mir an vielen alternativen Wohnideen die Möglichkeit der Dachterrassen.

20ft – Ich bin froh einen Anbieter in der Liste zu haben, der tatsächlich entweder neue oder recycelte Schiffscontainer für den Bau von Modulhäusern verwendet. Witzig aber sicher auch praktisch sind die ausgelagerten Schlafmöglichkeiten.

So. Das solls für heute abend gewesen sein. Ich habe bereits weitere Links zum reduzierten Wohnen am Start, verwahre mir diese allerdings für einen dritten Teil.

Vorab würde ich in einem anderen Artikel gerne die verschiedenen Online-Portale beleuchten, die es Reduzieren ermöglichen ihre Dinge loszuwerden. Das dauert allerdings noch ein paar Tage.

Euch einen schicken Abend!

reduziert wohnen

Wir setzen uns derzeit intensiv mit alternativen Wohnideen auseinander. Zum einen ist es spannend nach Möglichkeiten zu suchen, die nicht bis ans Lebensende finanziert werden müssen. Zum anderen fördern sie auf Grund des Platzmangels die Ambitionen eines reduzierten Lebensstils.

Lasst euch von folgenden alternativen Wohnmodellen inspirieren. Wo würdet ihr ohne zu zögern einziehen?

bewegtleben.com – Leben in ausgebauten, baubiologischen, winterfesten und komfortablen Zirkuswagen. Teilweise sogar mit Dachterasse!

wohlwagen.de – gefällt mir fast noch besser. Sehr netter Kontakt und super-schicke, ausgebaute Bauwagen. Bei Bedarf auch mit Sauna!

thesmarthouse.de – Smarthouse baut Container-Module in allen verschiedenen Größen und Ausstattungen die beliebig miteinander kombiniert werden können. Nebeneinander, Übereinander, usw. – Eine echte Alternative und außerdem mobil.

microhouse – Evtl. was für sehr reduziert lebende Singles. Sogar mit Bauanleitung zum selbst nachbauen.

wohn-blogger – Eine meiner Lieblingsseiten derzeit ist der wohn-blogger. Hier kommen regelmäßig neue Inputs mit kreativen und alternativen Wohnideen. Über Svens Blog bin ich auch zum ersten Mal über den Ausbau von Schiffscontainern gestolpert. Hier einige Ideen dazu.

mikrohaus.com – Eine weitere spannende Alternative. Auch als Hausboot-Variante.

HomeBox – Projekt der Uni Hannover. Mobiles Mini-Wohnhaus in Dickholzbauweise.

So, das soll erstmal genügen. Ich hab noch ein paar Links in der Hinterhand, aber die verwahr ich mir für einen weiteren Artikel.

Eure Motivatoren?

Häufig stelle ich fest, dass ich, meinen Reduzierdrang betreffend, ins Stocken gerate. Regale mit Büchern, CDs, DVDs und anderem Krempel füllen sich wieder anstatt leerer zu werden. Nicht weil ich wieder beginne Dinge zu sammeln, sondern einfach weil ich mir nicht die Zeit nehme, sie wieder zu verkaufen, zu verschenken, etc.

Dann freue ich mich auf kleine Hinweise und Helferlein die mich motivieren und freundlich daran erinnern, dass ich mich mal wieder von ein paar Dingen ‘befreien’ könnte.

Gelegentlich ist das die Bibel oder auch die darin beschriebenen Charaktere. Vor einigen Tagen hatte ich bspw. einen sehr motivierenden Text von Max Lucado zu 1. Timotheus 6:7+8 neben dem Frühstücksteller liegen. Die beiden Verse aus Timotheus:

Wir haben nichts in die Welt mitgebracht, und wir können nichts aus ihr mitnehmen. Wenn wir Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen.

Lucado nimmt starken Bezug auf das letzte Wort: ‘genügen’. Was lassen wir uns schon in diesem Leben genügen? Wir bekommen nie genug. Die Frage warum die Genügsamkeit eine so schwierige Tugend ist beantwortet er wie folgt. Weil es nichts auf dieser Welt gibt, was unser tiefstes Verlangen stillen könnte. Wir sehen uns danach, Gott zu schauen. Erst dann werden wir zufrieden sein.

Aber mir persönlich ist auch der erste Vers ans Herz gewachsen: Mit nichts (Materiellem) komme ich auf diese Welt, mit nichts (Materiellem) werde ich wieder von ihr gehen. Mir bestätigt es einfach, je weniger Materielles ich zwischen diese beiden Stationen stelle, umso weitreichender ist mein Blick für die wesentlichen Dinge des Lebens.

Was denkt ihr über Lucados Ansätze und was sind eure Motivatoren reduzierter zu leben?

Reduziert Reisen – Teil 1

© Johannes Götzinger/ABOUTPIXEL.de

Der Sommer hat bereits Einzug gehalten. In manchen Bundesländern sind bereits Ferien, was die Urlauberei zu einem top-aktuellen Thema macht. Daher starten wir eine kleine ‘Reduziert-Reisen’-Reihe, für die Gastautor Julian den Anfang macht. Viel Spaß beim lesen und euch allen einen tollen Sommer!

Ich möchte im Folgenden meine Vorstellung vom reduzierten Reisen erläutern. Grundsätzlich sollte das Reisen meiner Auffassung nach so unkompliziert wie möglich sein. Erschweren wir unser alltägliches Tun nicht ohnehin durch zuviel Druck, Dinge richtig zu machen, möglichst perfekt zu sein und möglichst an alles zu denken? Das Unvollkommene, Zweifelhafte und Fehlhafte sollte ja meistens verhindert werden und nur schwer einkalkulierbar und annehmbar sein. Persönlich betrachtet, beobachte ich an mir vor jeder Reise genau diesen Drang nach Perfektion und Gründlichkeit, ein zwanghaftes Drängen darauf, ja nichts zu vergessen, auf alles vorbereitet zu sein. Ok, in bestimmten Situationen mag dies ja auch notwendig sein. Ein Vorstellungsgespräch benötigt einfach eine gewisse Sorgfalt und Durchdachtheit. Aber beim Reisen sollte doch vielmehr der Gedanke zählen, mutig zu sein, die neuen Gegenden und neuartigen Situationen anzunehmen und das Beste draus zu machen. Letzen Sommer habe ich mit meinem Bruder und einem guten Freund eine Woche Urlaub auf einem Bauernhof in Südtirol verbracht.  Wir schliefen in einer umgebauten Scheune, in der es außer drei Schlafplätzen, einer Toilette und einem kleinen Kühlschrank nichts gab. Es war einfach klasse, schnell hatte ich mich in der urig holzigen Unterkunft zurecht gefunden und vermisste keinen Fernseher, kein Radio, keinen PC oder sonstige Dinge. An all diese Sachen hatte ich gar nicht mehr gedacht, nur an die wunderbaren Bergtouren und die Feldarbeit mit den Bauern. Meine These deswegen: Reise nur  mit dem nötigsten Gepäck und verzichte auf ein gutes Stück Luxus, du wirst ihn nicht vermissen!
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass reduziertes Reisen für mich in kargeren, “einfacheren” Gegenden, wie einer wenig bewohnten Bergregion oder einem naturbelassenen Küstenabschnitt, besser zu genießen ist, weil Ruhe, Stille und Natürlichkeit für mich auch ein positives Erlebnis von Reduktion darstellen (vielleicht kann man sagen Reiz- oder Sinnesreduktion und gleichsam Fokussierung).

Mut zur Einfachheit und frei nach dem Aphorismus von Erich Fromm:
“Glücklichsein heisst Fülle erleben und nicht Leere, die gefüllt werden muss”
Liebe Grüße
Euer Julian

Reduziert leben – mit Kindern???

Aufgeregte Mütter schieben sich durch den Drogeriemarkt. Auf dem Kinderwagen türmen sich Biosäfte, Dinkelstangen, Gemüsebrei-Gläschen, ein neues Mützchen (sooo süß), Öko-Premium-Windeln, Pflegebad “Prinzessin”, Bio-Stilltee und Massageöl für die Mama usw. Szenenwechsel. Die Kinderboutique gleicht einem Spielzimmer. Man trifft sich, fachsimpelt über Lauflernschuhe und Biobaumwolle, probiert zwischendurch mal ein neues Jäckchen an (auch sooo süß), die Kinder streiten sich währenddessen um das boutiqueeigene Schaukelpferd. Kinder sind Lifestyle…
Was braucht so ein Kleinkind? Irgendwie nicht viel.

Essen + Trinken: Sobald wie möglich, darf mein Kind das essen, was “die Großen” essen. Das spart Zeit und Geld. Und das “Habenwollen” vom Teller der Erwachsenen. Zu ungesund für das Kleine? Dann muss ich vielleicht meine Ernährung etwas anpassen, schadet ja nicht.
Und Trinken? Muss mein Kind das gesamte Nuk-Flaschen-System kennenlernen? Vielleicht kann ich auch die Abkürzung nehmen, von der Brust über den Trinklernbecher zum normalen Trinkbecher. Aber da fehlt mir noch die Praxis.
Babypflege: Auch hier wieder ein unüberschaubares Angebot… Bewährt hat sich einfaches Olivenöl. Für den Popo und auch als Badezusatz. Und wenn es eine Pflegecreme sein soll: Die kann ich gut auch selber benutzen, etwas hochwertigeres als Babypflegeprodukte lässt sich schwer finden – und auf jeden Fall günstiger als sündhaft Teures von Douglas.
Spielzeug: Die Welt entdecken – sowohl drinnen als auch draußen – das ist soooo viel interessanter als teures, pädagogisch hochwertiges Spielzeug. Plastikdosen, Nüsse, alte Zeitungen, eine Plastikflasche mit Perlen gefüllt, bunte Tücher… Und wenn es dann doch mal “richtiges” Spielzeug sein soll… wie wäre es mit “Spielzeug-Sharing”? Das Spielzeug zu tauschen bringt Abwechslung in das eigene Kinderzimmer und schont den Geldbeutel. Angenehmer Nebeneffekt: Das Kind lernt abzugeben und zu teilen.
Anziehsachen: Auch hier ist weniger mehr. Klar, die Sachen sind ständig schmutzig. Aber das dürfen sie doch auch sein! Lieber ein paar bequeme, robuste Sachen als ein Schrank voll Sonntagskleider – auch wenn sie noch so süüüß sind… Einem Kind ist es – zum Glück – noch sehr egal, wie es rumläuft (oder krabbelt). Und dann geht der Karton Kindersachen, die wieder einmal viel zu schnell zu klein geworden sind, direkt weiter an die Freundin. Kinderklamotten – das ist ein ständiges Geben und Nehmen.

Fazit: Vieles, was der Babymarkt bietet, ist reine Geldmacherei. Ich tue weniger meinem Kind etwas Gutes sondern eher etwas für das Wirtschaftswachstum.

Und sonst? Kinderspielzeug, das überall herumliegt, macht die reduziert eingerichtete Wohnung etwas wohnlicher. Aber: Es gibt hier nicht viele Schränke, die ausgeräumt werden können, keine Blumenerde, die das Kind isst, wenig, das kaputt gehen kann. Das ist sehr entspannend.

(Was mich etwas zum Nachdenken bringt: Oma und Opa leben nicht so reduziert. Und da gibt es sooo viel zu entdecken, zu gucken, auszuräumen. Da wird es meiner Tochter irgendwie nie langweilig…)

EDIT von Manuel:
Ich erhielt die Anfrage ob die Möglichkeit bestünde an dieser Stelle einen E-Book-Ratgeber für frisch gebackene Eltern zu verlinken. Da E-Books ‘weniger’ sind als ‘echte Bücher’ und somit auch umwelttechnisch wertvoll, gerne hier der Link: http://www.readup.de/on/babypflege. (Mir wurde versichert, dass das E-Book ohne Anmeldung oder ähnliche Hürden einfach im PDF-Format heruntergeladen werden kann, ohne weitere Verpflichtungen – was auch dauerhaft so bleiben soll.)

Qualität und Quantität

Qualität statt Quantität

© S. Hofschlaeger / PIXELIO

Beim Reduzieren verfolge ich oft das Ziel auf Quantität zu verzichten. Gleichzeitig lege ich aber auch sehr viel Wert auf Qualität. Ist das miteinander vereinbar?

Smartphones sind ein tolles Beispiel, auch wenn ich selbst noch keins besitze. Ein einziges Gerät ist in der Lage ein gewöhnliches Handy, eine kleine Kamera, den MP3-Player, das Navi fürs Auto, das GPS-Gerät zum GEOcachen, die Wasserwaage und andere Dinge zu ersetzen. Beim heutigen Fortschritt muss hierbei sogar kaum auf Qualität verzichtet werden.

Auch die Abschaffung des Fernsehers hat mich überzeugt. Verschwunden sind große Geräte wie das Fernsehgerät selbst, DVD-Player und SAT-Receiver. Aber auch die Fernbedienungen und sämtliche Kabel sind weg. Geblieben ist ein kleines, platzsparendes Notebook, das alle Aufgaben zuverlässig übernehmen kann und zudem auch weniger Strom frisst. Die Quantität wurde hierbei entscheidend reduziert ohne auf die Qualität des Fernsehens – ob es diese tatsächlich gibt sei mal dahin gestellt – verzichten zu müssen.

Bei Büchern, Filmen und Musik geht mir der Verzicht auf Quantität auch relativ leicht von der Hand. Im Regal bleibt einfach das stehen, was gut ist. Der Rest kann weg.

Aber wie verhält es sich bspw. mit der Anschaffung von Autos? Abhängig von den Infrastrukturen vor Ort ist es gar nicht möglich mit nur einem geschweige denn gar keinem Auto auszukommen. Was ist, wenn ich eine Sportart zu meinen Hobbys zähle, die ein hochwertiges und umfangreiches Equipment voraussetzt? Oder Musik – reicht einem Musiker ein einziges Instrument und darf das vom Discounter sein?

Hm. Dieser Artikel hatte nicht das Ziel zu einem Fazit zu gelangen. Wie denkt ihr über Qualität und Quantität wenn es ums Reduzieren geht? Was ist euer Antrieb, eure Strategie beim reduzierten Leben?

Reduziert leben. Im ersten Wort steckt die Quantität, im zweiten die Qualität.

Aktuell: Stromverbrauch reduzieren

Stromverbrauch reduzieren

© momo22 / PIXELIO

Jeder verfolgt die Geschehnisse in Japan in den Medien. Da ist es nur eine natürliche Konsequenz, dass erneut Diskussionen über die Atomenergie-Problematik angefacht werden. Ich selbst bin überhaupt kein Befürworter der Atomenergie und würde es am liebsten sehen, wenn der gesamte Energiebedarf über alternative Quellen abgedeckt werden könnte.

Es ist erstaunlich wie sehr das Thema ‘reduziert leben’ auch hier eine Rolle spielt. Atomkraftwerke werden letztendlich gebaut um unseren Komfort- und Luxusbedarf zu befriedigen, der Bedarf der Politiker deckt hierbei übrigens nur einen geringen Prozentsatz ab. Ich habe den Eindruck, dass wir zu oft vergessen wie viel Macht wir als Verbraucher eigentlich haben. Wir entscheiden, dass Google die Suchmaschine Nr. 1 ist. Wir entscheiden, dass sich auf unseren Straßen extreme Spritschleudern fortbewegen dürfen und wir entscheiden, wie viel Strom wir verbrauchen.

Wir können auf Fernseher, Glühbirnen und PC-Systeme verzichten. Notebooks und Energiesparlampen stellen sehr gute Alternativen dar. Wer aktuell noch gute Tipps zum Strom sparen/reduzieren gebrauchen kann, sollte einfach mal Google (oder eine andere Suchmaschine) bemühen, oder einfach hier nachlesen: stromspartipps!

Wie man bspw. auch ohne Fernseher leben und dennoch fernsehen kann, findet ihr im vorherigen Artikel.

HowTo: Fernseher abschaffen und dennoch fernsehen

reduziert leben

© reinhard grimm / PIXELIO

Der Fernseher musste raus. Irgendwie stand er im Weg und viel zu häufig ärgerten wir uns über überflüssige Werbeunterbrechungen. Außerdem war es eine alte Röhre, also kam nach die Motivation Stromkosten durch die Abschaffung sparen zu können hinzu. Außerdem läuft einfach kein Fernseher wenn keiner da ist und man hat die Möglichkeit sich anderweitig zu beschäftigen.

Aber was ist mit den tollen Samstagabend-Shows? Und den vielen wichtigen Sportübertragungen? Dem einfachen Abhängen vor der Glotze nach einem anstrengenden Tag und Regenwetter?

Wie bei allen Abschaffungen muss jeder für sich selbst prüfen, ob er wirklich gut damit leben kann. Ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn der Fernseher zu den 100 Dingen gehört, die man zum Überleben benötigt. Ich (kann da nur für mich sprechen) bin ein echter Serienjunkie. Nichtzuletzt weil ich Spielfilme grundsätzlich verpenne und genieße es mich gelegentlich von spannenden Krimiserien berieseln zu lassen.

Uns ging die Reduzierung des Fernsehers relativ leicht von der Hand. Hier ein paar Alternativen mit denen man auch ohne Fernseher noch fernsehen kann:

  • OnlineTVRecorder: Beim OnlineTVRecorder kann man sich kostenlos anmelden und seinen eigenen virtuellen Videorekorder programmieren. Aufgenommen werden sämtliche Sender aus dem deutschsprachigen Raum, sowie mittlerweile auch TOP-UK und TOP-US-Sender. Man programmiert bevorstehende Sendungen, kann diese nach der Ausstrahlung downloaden, entschlüsseln und automatisch Werbeblöcke entfernen lassen. Gut, man guckt die Sendungen nicht live sondern etwas verspätet. Dafür ohne Werbung und man hat die Datei auf der Platte. Tipp: Wishlists anlegen und so Sendungen automatisch programmieren. Es gibt auch alternative, kostenpflichtige Anbieter. Einfach mal googlen. Bspw. Save.tv.
  • Notebook statt Fernseher: Das Notebook braucht weniger Strom und lässt sich bei Nichtbenutzung geschickt verstecken. Natürlich bietet es nicht die Größe oder den Komfort eines Fernsehers (erst hochfahren, anmelden, Anwendungen starten, etc.) und es geht oft auch nur alleine oder zu zweit/zu dritt. Freunde zur Wochenend-Video-Session einladen wird etwas eng vor dem kleinen Bildschirm.
  • LED-Beamer? Benötigen wir derzeit nicht. Würde bestimmt den Videoabend mit Freunden eher möglich machen. Mal gucken wie sich die Technik dbzgl. so entwickeln wird.
  • USB-Sat-Receiver: Wir wohnen zur Miete und haben eine Schüssel am Haus. Mit einer kleinen Box die nicht ganz 10×10 cm misst können wir das Schüsselsignal abfangen und per USB-Schnittstelle in den PC schleusen. Für Linux-Benutzer wie mich kein Problem mit Kaffeine. Windows-User sollten auch gut unterstützt werden. Für den Mac habe ich bisher keine Lösung finden können. Das Gerät ist verpackt in der Notebooktasche und wird nur angeschlossen wenn wir tatsächlich fernsehen wollen. Da das mit mehr oder weniger Aufwand verbunden ist überlegt man sich zweimal ob man wirklich fernsehen möchte.
  • Online-Mediatheken: Immer mehr Sender stellen einen Teil Ihrer Sendungen in sogenannten Mediatheken nach Ausstrahlung zur Verfügung. Geht sicher auch gut bei verhältnismäßig zügiger Internetanbindung, kann hier aber keine Erfahrungswerte austauschen, da mir der OTR mehr zusagt.
  • Youtube: Da gibts mittlerweile auch eine ganze Menge. Blossom bspw. eine der besten US-Sitcoms. In Deutschland nicht zu beziehen und in den USA nur die ersten 2 Staffeln auf DVD. Bei Youtube gibts alle 5, allerdings in nicht so toller Qualität.
  • LiveStreams: Als Radsport-Fanatiker interessieren mich die Profirennen. Die Öffis ziehen sich ja leider aus immer mehr Ausstrahlungen zurück und schieben die Dopingproblematik als Begründung vor. Die Berichterstattung der Eurosportler ist aber ohnehin professioneller. Als Fan einer Sportart bewegt man sich in entsprechenden Online-Comunities und kann hier erfahren wo LiveStreams zu bestimmten Veranstaltungen zu empfangen sind.

Fällt euch mehr zu dem Thema ein? Ich ergänze gerne die Liste wenn ihr weitere gute Alternativen habt.

Weniger ist mehr – Mit 100 oder weniger Dingen leben

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht viele Worte verlieren, sondern direkt auf einen interessanten Artikel auf imgriff.com verweisen: http://imgriff.com/2011/01/28/minimalism-mit-100-oder-weniger-dingen-leben/

Im Abschnitt Besitz strategisch verringern findet ihr 6 hilfreiche Reduktions-Tipps.

Manuel reduziert

Es gibt für mich so viele Gründe, die mich dazu bewegen mein Leben reduzierter zu gestalten. Ich vermute, dass dieser eine Blogeintrag nicht ausreichen wird, sie alle im Einzelnen zu erläutern. Außerdem kommen andauernd weitere gute Gründe hinzu.

Angefangen hat alles vor ein paar Jahren. Eine Hauskreisbekanntschaft lebte (bewusst oder unbewusst, wie auch immer) einen sehr reduzierten Lebensstil. Bei ihr war es immer aufgeräumt, nicht zugestellt und trotzdem gemütlich. Wir hingegen standen in unserem kleinen angemieteten Fachwerkhäuschen und wunderten uns darüber, wie viele Gegenstände man in nicht ganz sieben Jahren Ehe zusammentragen kann. Garage voll, Keller voll und zwei Räume im Haus, die wir gegenüber uns besuchenden Freunden als Archive deklarieren mussten. Das hatte den Zweck, dass kein näheres Interesse daran bestand die Räume zu betreten und wir so nicht in Erklärungsnot gerieten, warum sich die Türen so schwer öffnen ließen.

Ich werfe mal ein paar Stichpunkte in den Raum, warum ich reduzieren toll finde oder wie reduzieren für mich funktioniert. Wie gesagt: Vielleicht ergibt sich zu einem späteren Zeitpunkt mal die Gelegenheit genauer drauf einzugehen. Ich freue mich aber natürlich trotzdem auch jetzt schon über euer Feedback zu den einzelnen Aspekten.

  • Reduziert Leben aus Loyalität gegenüber anderen Menschen, die gar keine andere Wahl haben, als ein reduziertes Leben zu führen.
  • Viel Besitz bedeutet, viel Zeit in Pflege und Administration dieses Besitzes zu investieren. Zeit, die ich stattdessen mit Familie, Freunden, Sport oder anderen Interessen füllen könnte.
  • Viel Besitz benötigt viel Raum/Platz. Platz muss gekauft, angemietet, beheizt, bestromt, gereinigt, was auch immer werden. Kosten, die mit weniger Besitz eingespart werden könnten.
  • Andere haben es vorgemacht, den Blick auf wesentlichere Dinge gelenkt und sind damit auch ganz gut gefahren (Jesus, sämtliche seiner Nachfolger, Ghandi, etc.).
  • Wenn alle weniger besitzen würden, müssten wir wieder mehr aufeinander zu gehen, um den verbleibenden Besitz miteinander zu teilen. Thema: Leben in Lebensgemeinschaften.
  • Reduzieren bedeutet für mich, vor allem auf Quantität zu verzichten. Nicht jedoch auf Qualität.
  • Reduzieren gilt nur für mich. Es ist toll, dass ich es mit meiner Frau teilen kann, aber ich würde es ihr oder auch unseren Kindern nie aufoktroyieren.
  • Weniger Besitz erhöht die Flexibilität. Wenn ich aus beruflichen, familiären oder welchen Gründen auch immer plötzlich an einen anderen Ort ziehen müsste, ist das mit weniger Zeug ein viel leichteres Unterfangen.

Fazit: Unser Häuschen ist nach wie vor ziemlich voll. Aber es sieht hier schon deutlich anders aus, als es noch vor einem Jahr der Fall war. Natürlich kommen Dinge hinzu, aber heute in der Regel nur noch unter der Prämisse, dass zuvor 3 oder 4 andere Gegenstände das Feld räumen. Wir gehen mittlerweile ganz anders einkaufen und überdenken Anschaffungen hinsichtlich Sinn bzw. Unsinn sehr viel gründlicher.

Reduziert und minimalistisch leben

Dieser Blog ist von Menschen für Menschen, die Freude daran haben reduziert zu leben. Wir versuchen zu verdeutlichen wie ein reduziertes Leben aussehen oder funktionieren kann und stellen uns und andere Reduzierer vor. Wir möchten Impulse geben, uns selbst inspirieren lassen, den Sinn eines minimalistischen Lebens (unter)suchen, Vergleiche ziehen und nach dem Warum fragen. Aber bei aller Ernsthaftigkeit ist es uns außerdem sehr wichtig, den Spaß bei der Sache nicht aus den Augen zu verlieren.

Aber nun wird losgeblogt. Manuel ist schon ganz heiß auf seinen ersten Artikel und darauf erläutern zu dürfen, warum er reduzieren so toll findet.

Fühlt euch frei zu kommentieren, Fragen zu stellen und Antworten zu geben. Viel Spaß beim Lesen!